Spielbericht

ACCENT BASKETS Salzkotten

Der SVD enttäuscht auf ganzer Linie

Niederlage für die Derner im Kellerduell gegen Salzkotten.

SVD – Baskets Salzkotten 63:75 (21:15, 9:15, 19:25, 14:20)

Ganz gegen Ende trauten sie sich dann doch. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ skandierte die kleine, aber engagierte Fangruppe aus Salzkotten. Es schien fast so, als müsste sie sich erst vergewissern, dass nach derart überschaubarer Leistung, die ihre Mannschaft geboten hatte, doch noch ein Sieg herausgesprungen war. In der Tat, oft wird das nicht gelingen. Aber gegen einen SVD in dieser Form reichte es dann doch.

Vier Spiele haben die Derner in dieser Saison absolviert, vier Niederlagen kassiert. Die am Samstag war eine Besondere. Der Gegner war diesmal nicht besser – wie gegen Herford und Herten –, die Umstände nicht unglücklich – wie gegen Leverkusen. Diesmal hatte sich der SVD die Niederlage ganz allein zuzuschreiben. „Wenn wir so weiterspielen, haben wir in der Liga keine Chance“, malte Trainer Peter Radegast ein düsteres Bild.

Dabei hatte sein Team eigentlich gut in die Partie gefunden, kurz vor der ersten Pause führte der SVD mit 21:12 (10. Minute). Doch schon zu diesem Zeitpunkt hatten die Derner, bei denen Tresor Nsiabandoki und Idrissa Diene fehlten und Kapitän Felix Fuhrmann angeschlagen spielte, einige Chancen liegenlassen, in der Defense teilweise zu zaghaft reagiert. Die Gäste hingegen bestraften das nicht. Das taten sie erst mit dem zweiten Viertel. Von 12:21 kamen sie auf 19:21 heran, übernahmen kurzzeitig die Führung (25:24) und gingen mit einem 30:30 in die Pause. Um im dritten Abschnitt langsam die Weichen zu stellen: Von 36:36 zogen sie erstmals etwas deutlicher davon (47:39), die Führung gaben sie bis zum Schluss nicht mehr ab.

Wobei der SVD tatkräftig mithalf. „Wir belohnen uns nicht“, kritisierte Trainer Radegast, „wir machen die Sachen einfach nicht rein.“ Damit meinte er nicht nur die Freiwurfquote, die knapp über 50 Prozent lag (13 von 24), sondern vor allem die schlechte Wurfausbeute aus dem Nahfeld. 46 Derner Zwei-Punkt-Versuche notierte die Statistik, nur 16 Würfe fanden ihr Ziel – macht überschaubare 35 Prozent. Keiner der Derner machte da eine Ausnahme. Auch nicht Aaron Bowser, auf den sich die Salzkottener Defense anfangs konzentrierte. Er versuchte viel, hatte aber nicht seinen besten Tag. Auf ebenfalls zwölf Punkte kam Jari Beckmann, der in der Schlussphase Akzente setzte. Allerdings sorgten auch die nicht dafür, dass diese Partie noch eine Wende zugunsten des SVD nahm.

SVD: Bowser (12/2/2:0), Bode (2/2:2), Warkentin (2), Cigci (n.e.), Beckmann (12/1/4:3), Fuhrmann (2/2:2), Dimkovski (9/1/4:2), Breuker-Kreikmann (7/4:1), Keuthen, Tolkmit (8/4:2), Böcker (9/2/2:1)

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