Spielbericht

AOK Ballers Ibbenbüren

Derner nehmen die Geschenke nicht an

Wieder eine Partie nach Verlängerung verloren, zudem auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Die Aussichten des SVD nach dem 89:95 in Ibbenbüren sind alles andere als rosig. Dass zum Verbleib in der Liga – neben eines gewissen sportlichen Niveaus – auch etwas Glück gehören könnte, wussten sie beim SVD. Doch vom Glück sind sie nun wahrlich nicht über die Maßen begünstigt. Bei der Niederlage bei den AOK Ballers Ibbenbüren hatten die Derner erneut erst nach Verlängerung das Nachsehen – bereits zum dritten Mal in dieser Saison. Wobei: die 89:95 (28:16, 23:24, 12:17, 15:21, 11:17)-Niederlage nach Verlängerung – ärgerlich, sicherlich. Vielmehr drängte sich aber die Frage nach der sportlichen Qualität auf. Zu dieser Verlängerung hätte es gar nicht kommen müssen. „Nicht Ibbenbüren hat das Spiel gewonnen“, stellte Trainer Peter Radegast fest, „sondern wir haben es verloren. Solch ein Spiel mit derart vielen Chancen bekommen wir nicht mehr dahingelegt.“ Zumal der Gastgeber mit dem Engländer Jamal Tahraoui und den beiden Centern Benjamin Fumey und Daniel Boahene auf drei Leistungsträger verzichten musste. Nur in der ersten Hälfte schien der SVD daraus seine Vorteile ziehen zu können. Das erste Viertel beendete er als 28:16-Sieger, zur Pause lag er mit elf Punkten vorn (51:40). „Nur mit elf Punkten“, wie Radegast konkretisierte, „es hätten – ohne Übertreibung – 20 sein müssen.“ Als Ibbenbüren mit Beginn des dritten Viertels die Deckung umstellte und den SVD mehr unter Druck setzte, schmolz der Vorsprung dahin. Bowser trifft zweimal Zwar hielt sich die Führung noch im dritten Viertel (60:57), nach 34 Minuten aber hatte Ibbenbüren erstmalig ausgeglichen (66:66). Und beim 70:68 nur eine Minute später lag der SVD letztmalig vorn in dieser Partie. Auch, weil er sich in der entscheidenden Phase zu viele Ballverluste erlaubte. „Uns hat die Konsequenz gefehlt, sowohl beim Spielaufbau als auch beim Abschluss“, bemängelte Radegast, „außerdem haben wir uns zu viele Breaks eingefangen, weil wir nach Ballverlust nicht komplett zurückgelaufen sind.“ Immerhin retteten sich die Derner in die Verlängerung. Zwei Sekunden vor Ende des vierten Abschnitts verwandelte Aaron Bowser seine zwei Freiwürfe und sorgte damit für den 78:78-Ausgleich. Auftrieb brachte das dem SVD aber nicht. Ibbenbüren übernahm in der Extra-Zeit die Führung, der SVD kam nicht mehr nach. Und das, obwohl die Gastgeber in der Woche noch ein anstrengendes WBV-Halbfinale gespielt hatten (84:99 in Grevenbroich). „Kapital konnten wir daraus nicht schlagen“, so Radegast. SVD: Fuhrmann (22/1/6:5), Bowser (16/1/8:7), Beckmann (15/10:7), Böcker (13/1/2:2), Breuker-Kreikmann (12/6:4), Diene (4/1/2:1), Tolkmit (3/2:1), Warkentin (2/2:2), Dimkovski (2/2:2) Quelle: RN

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