Spielbericht

ART Giants Düsseldorf

Gut aus der Affäre ziehen

SVD erwartet Spitzenreiter Düsseldorf. Mit Prognosen ist das ja immer so eine Sache, in diesem Fall dürfte sie aber nicht ganz so gewagt sein: Wenn der SVD am Samstag die ART Giants Düsseldorf zu Gast hat (19 Uhr, Brügmann-Halle, Brügmannstraße 20), dann wird das für zumindest ein Jahr der letzte Vergleich beider Mannschaften sein. Die Gäste reisen als designierter Aufsteiger an. Und die Landeshauptstädter sind bei der Umsetzung ihres Saisonvorhabens strikt auf Kurs. „Unser klares Ziel ist der Aufstieg“, verkündete Düsseldorfs Trainer Jonas Jönke schon vor Saisonstart. Und genau das setzt sein Team konsequent um. 17 Siege in Serie feierten die Düsseldorfer, die einzige Niederlage in Ibbenbüren (90:92) warf das Team nicht aus der Bahn. „Die Düsseldorfer besitzen einen Kader, der auch in der ProB mitspielen kann“, streicht SVD-Trainer Peter Radegast die Überlegenheit des nächsten Gegners heraus. Wobei nicht ein, zwei Akteure haushoch überragen, sondern das Team durch seine Ausgeglichenheit überzeugt. Top-Scorer ist Pointguard DeShaun Cooper (USA) mit einem Punkteschnitt von 15,9, es folgen der Litauer Dainius Zvinklys (14,1) und Jamal Smith (13,6, USA/Niederlande). „Für uns kann es nur darum gehen, das Spiel möglichst lange offen zu halten“, schaut Radegast nach vorn. Das ist den Dernern in der Hinrunde eher nicht so gut gelungen. Mit 60:99 verloren sie in der Landeshauptstadt, nach dem ersten Viertel lagen sie bereits mit 13:31 zurück. Auch wenn die Düsseldorfer auswärts tendenziell etwas schwächer zu sein scheinen, an der klaren Ausgangsposition für die Partie am Samstag ändert sich nichts. Radegast fasst es wie folgt zusammen: „Zumindest können wir ganz ohne Druck aufspielen.“ Wobei das mit dem Druck so eine Sache ist. Das mag für die kommende Begegnung gelten, insgesamt ist der Druck, der auf die Derner einwirkt, nach der mehr als unglücklichen Niederlage in Haspe („Auf die Entscheidungen der Schiedsrichter in den Schlusssekunden werde ich heute noch angesprochen“, so Radegast) nicht kleiner geworden. Da kommt es alles andere als gelegen, dass der SVD für längere Zeit auf seinen etatmäßigen Center verzichten muss. Die Verletzung Tresor Nsiabandokis hat sich als ein Innenbandanriss im Knie herausgestellt, was eine Spielpause von fünf bis sechs Wochen zur Folge hat. Gegen Düsseldorf werden außerdem Eduard Warkentin (Rückenprobleme) und Kevin Bode (beruflich verhindert) fehlen. Bode und Warkentin werden danach aller Voraussicht nach den Dernern wieder zur Verfügung stehen. Und diese Partie ist für die weitere Zukunft des SVD entscheidender: Da geht es erneut gegen ein Team aus dem Rheinland, allerdings unter ganz anderen Vorzeichen. Beim Deutzer TV, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, muss der SVD punkten. Quelle: RN

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