Spielbericht

BG Dorsten

Dem SVD fehlt die Konstanz Basketball

Eine 66:85-Pleite gegen Dorsten zum Ende der Hinrunde. Es möge sich vielleicht etwas komisch anhören, leitete SVD-Trainer Peter Radegast seine Spielanalyse nach der 66:85 (11:20, 19:17, 19:20, 17:28)-Niederlage gegen Dorsten ein, „aber da war heute mehr für uns drin.“ Klingt in der Tat gewagt, immerhin 19 Punkte betrug die Differenz zwischen beiden Teams am Ende. Was eher nicht für ein Herzschlagfinale spricht. Dennoch: In einigen Phasen brachten die Derner den Tabellenzweiten aus Dorsten durchaus in Verlegenheit. Allerdings machten sie die kleinen Möglichkeiten, die sich daraus hätten ergeben können, selbst wieder zunichte. Die Konstanz fehlte. Am deutlichsten wurde das zum Ende des dritten Viertels, auf 54:39 hatte sich Dorsten bis dato abgesetzt. Doch in den letzten knapp dreieinhalb Minuten dieses Abschnitts drehte der SVD auf. Mit einer offensiven Deckung, bei der die Derner ihre Gegenspieler schon tief in der eigenen Hälfte empfingen, setzte er den Gast unter Druck. Und der erlaubte sich Ballverluste und Fehlwürfe in einer Häufigkeit, die er zuvor nicht gezeigt hatte. Mit einer 10:1-Serie verkürzten die Derner den Rückstand auf sechs Punkte (49:55). Dies war auch die Phase, in der Aaron Bowser wieder zu altbekannter Stärke zurückfand. Nur drei Punkte hatte er bis dahin, also in den ersten 26 Minuten, erzielt. Am Ende des Spiels, knapp 14 Minuten später, sollten es 20 sein. Doch es half nichts. So schnell bei den Dernen Hoffnung auf eine Überraschung aufgekommen war, so schnell war sie auch wieder verflogen. Der 10:1-Serie folgte auf dem Fuß ein 0:9, womit der Rückstand mit dem 49:64 wieder deutlicher war. „Wir haben die Dorstener dort spielen lassen, wo sie stark sind“, ärgerte sich Radegast. Soll heißen: Vor allem durch die Mitte erzielten die Gäste viele einfache Punkte. Dort machten sie es dem überragenden Dorstener US-Guard Michael Nwabuzor (27 Punkte) zu leicht. Was noch hinzukam: „Jeder hat sich heute bei uns seine Fehlerchen erlaubt“, bemängelte Radegast. Und so kam eines zum anderen. Die Kombination aus Nachlässigkeiten in der Defensive und Unkonzentriertheiten in der Offensive sorgte dafür, dass der Favorit aus Dorsten das Spiel letztlich sicher nach Hause brachte. Gute Halbserie Vier Siege haben die Derner in der ersten Halbserie eingefahren, „damit können wir durchaus zufrieden sein“, stellte Radegast fest. Wenngleich der Trainer anmerkte: „Ein Erfolg mehr hätte es durchaus sein können.“ Mit seiner 4:9-Bilanz belegt Liganeuling SVD den zehnten Tabellenplatz. Durchaus beachtlich, allerdings auch ein bisschen trügerisch. Hinter den Dernern stehen Teams, die nur einen Sieg weniger aufzuweisen haben. Und in der Rückrunde muss der SVD die Spiele gegen Mannschaften aus direkter tabellarischer Nachbarschaft zum allergrößten Teil auswärts bestreiten. Bowser (20/1/12:9), Bode (4), Manderla (n.e.), Warkentin (4), Diene (6/1/2:1), Beckmann (n.e.), Fuhrmann (7/1), Dimkovski (12/2/2:2), Nsiabandoki (7/2:1), Keuthen (n.e.), Tolkmit (6/1/2:1), Böcker Quelle: RN

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