Spielbericht

BG Dorsten

Die letzte Aufgabe für den SVD

Die Derner beschließen die Saison in Dorsten. Am 22. September hatte das Abenteuer des SVD in der ersten Regionalliga in Herford begonnen, am Samstag wird es enden. Wenn die Derner bei der BG Dorsten gastieren (19.30 Uhr, Kia Baumann Arena, Juliusstraße 12) schließen sie eine ungewöhnliche Saison ab. Eine, in der sie auf einem guten Weg waren, gegen Ende aber viele Chancen ungenutzt ließen. Das Fazit von Trainer Peter Radegast verwundert deshalb nicht. „Traurig können wir schon sein“, schaut er zurück „wir hätten mehr erreichen können, in manchen Situationen hat uns in dieser Saison die Intensität gefehlt“. Ob sein Team, das am vergangenen Wochenende sportlich abgestiegen ist, diese Intensität ausgerechnet am letzten Spieltag noch einmal abrufen kann, bleibt abzuwarten. Theoretisch geht es für den SVD am Ende der Saison noch um einen Tabellenplatz – nach oben oder nach unten. Das hängt maßgeblich vom eigenen Ergebnis ab und vom Vergleich der beiden direkten Konkurrenten Salzkotten und Deutz. Vereinfacht dargestellt: Setzt sich in diesem Spiel Deutz durch, ist der drittletzte Platz des SVD (selbst im Falle einer eigenen Niederlage) gesichert – allerdings auch die Aussicht der Derner darauf, in der Endabrechnung noch einen Rang zu klettern. Das kann nur klappen, wenn der SVD sein Spiel gewinnt, Deutz gleichzeitig gegen Salzkotten verliert und außerdem Leverkusen daheim gegen Grevenbroich gewinnt. Eine Rechnung mit mehreren Unbekannten. Ob der SVD sich am letzten Spieltag noch einmal aufraffen kann, ist fraglich. Sicher ist hingegen, dass er dies nicht mit dem kompletten Kader tun kann. Nicht mehr zum Einsatz kommt Jari Beckmann, der zum Saisonfinale wegen einer Verletzung ausfällt. Er plagt sich seit einiger Zeit mit Leistenproblemen herum, möglicherweise droht ihm eine Operation. Unter der Woche fehlten zudem Kevin Bode (Erkältung) und Eduard Warkentin (Fußprobleme) beim Training. Gegner Dorsten dürfte die Partie gegen den SVD alles andere als gelegen kommen. Zwar könnten die Münsterländer, die derzeit auf dem fünften Rang stehen, noch auf den dritten Platz vorrücken, viel wichtiger sind aber die beiden Spiele, die sie im Anschluss vor der Brust haben. Die Dorstener bestreiten am Freitag und Sonntag nächster Woche das Finale um den WBV-Pokal gegen Grevenbroich. „Ich kann deshalb nicht einschätzen, wie sie gegen uns antreten werden“, so SVD-Trainer Radegast. Generell hält er aber große Stücke auf den Gegner. „Das ist eine der besten Mannschaften der Liga“, sagt er, „weil sie als Team zusammen spielt und trotz großer individueller Klasse nicht nur von einem überragenden Einzelkönner lebt“. Im Hinspiel zog sich der SVD beim 66:85 noch ordentlich aus der Affäre, musste am Ende aber feststellen, dass es zu einer Überraschung nicht reicht. Es sollte nicht das letzte Mal in dieser Saison sein. Quelle: RN

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