Spielbericht

BG Herford

Doppelter Start für den SVD

Gegen die BG Herford bestreiten die Derner am Samstag nicht nur das erste Spiel im neuen Kalenderjahr. Vor ihnen steht auch der Beginn einer spannenden Rückrunde. Wenn die Derner am Samstag (19 Uhr, Brügmann-Halle, Brügmanstraße 21) die BG Herford empfangen, haben sie sich eine gute Ausgangsposition für die zweite Saisonhälfte geschaffen. Nicht mehr, nicht weniger. Eine Vorschau auf das, was in naher Zukunft wichtig werden könnte. Der nächste Gegner Die Gäste aus Ostwestfalen gehören zu jenen Gegnern, gegen die sich die Derner eigentlich nicht viel ausrechnen sollten. „Wir müssen mehr als nur ein gutes Spiel machen, um für eine Überraschung zu sorgen“, schaut Trainer Peter Radegast auf den Vergleich mit dem Tabellensechsten. Trotz der unterschiedlichen Kräfteverhältnisse hielt der SVD im ersten Aufeinandertreffen zeitweise gut mit. „Wir haben ein Viertel gebraucht, um uns an die härtere Gangart in der Liga zu gewöhnen“, erinnert sich Trainer Peter Radegast. Das lässt sich ganz gut an den Spielständen ablesen. Nach dem ersten Abschnitt lag der SVD bereits mit 15 Punkten zurück (10:25), am Ende wurde es eine Niederlage mit 16 Zählern Differenz (70:86). Die (vermutlich) entscheidenden Spiele Wichtig auf dem Weg zum Klassenverbleib werden für die Derner (Tabellenplatz 10/4:9-Bilanz) naturgemäß die Partien gegen die direkte Konkurrenz, die derzeit hinter dem SVD steht. Und die folgen schon recht bald: Am 12. Januar in Leverkusen (11/3:9, ein Spiel gegen Tabellenführer Düsseldorf steht noch aus), am 25. Januar in Salzkotten (13/3:10), am 2. Februar gegen Kamp-Lintfort (14/1:12) und am 23. Februar in Deutz (12/3:10). Sollte der SVD alle diese Partien für sich entscheiden, könnte er wohl schon Ende Februar den Klassenverbleib so gut wie perfekt haben. Der Blick nach oben/unten Dass die Derner ihren Blick vorrangig nach unten, auf die Entwicklung in der Abstiegszone richten müssen (und sich aus dieser Region fernhalten sollten), ist logisch. Allerdings müssen sie auch im Auge behalten, was in der Pro B, der Liga über der 1. Regionalliga, so passiert. Mit Essen und Köln befinden sich dort zwei Teams in akuter Abstiegsgefahr, was zu einem vermehrten Abstieg auch in der 1. Regionalliga führen könnte. Personelle Veränderungen Auf den großen Positionen sind die Derner bekanntlich unterbesetzt – weshalb sie in einigen Partien auf Center Patrick Breuker-Kreikmann aus der zweiten Mannschaft zurückgriffen. Daraus würden sie gern eine Dauerlösung machen, der Center soll aus der zweiten Mannschaft hochgezogen werden. Allerdings ist Breuker-Kreikmann beruflich stark eingespannt, kann nicht an allen Tagen trainieren. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Den Weg von der ersten in die zweite Mannschaft tritt auf eigenen Wunsch Joshua Keuthen an. Gegen Herford fehlt das Derner Eigengewächs allerdings urlaubsbedingt. Die Derner Schwäche Vor allem an ihrem Defensiv-Rebound müssen die Derner arbeiten. Zwar sind sie den meisten ihrer Gegner körperlich unterlegen, also per se im Nachteil, „dennoch lassen wir uns den Ball zu leicht abnehmen“, stellt Trainer Peter Radegast fest. Und er ergänzt: „Selbst in Situationen, in denen wir körperlich gar nicht so sehr gefordert sind, geben wir den Rebound ab, weil wir oftmals zu unachtsam sind.“ Damit eröffnet der SVD dem Gegner zweite und dritte Wurfchancen. Die Derner Stärke Wenn der SVD Spiele gewinnt, dann zumeist in eigener Halle. Drei der bisher vier Saisonerfolge feierte er in der Brügmann-Halle. „Diese Heimstärke müssen wir nutzen“, fordert Radegast – so könnten auch vermeintlich überlegene Gegner überrascht werden. Vielleicht ja Herford am Samstag…

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