Spielbericht

BG Kamp-Lindfort

SVD feiert furiosen ersten Sieg

Vor einem Monat hat der SVD sein erstes Spiel in der 1. Regionalliga bestritten, nun hat er endlich die ersten Punkte eingefahren. Das klare 90:65 in Kamp-Lintfort ist nicht nur das erste Erfolgserlebnis, sondern auch eine gute Anleitung, wie die Derner in dieser Liga zurechtkommen können.

BG Kamp-Lintfort - SVD 65:90 (16:22, 25:11, 6:27, 18:30)

Manchmal ist es nur eine Frage der Sichtweise. Als die Derner zur Halbzeit in die Kabine gingen, lagen sie mit acht Punkten zurück. Eigentlich keine besonders gute Nachricht, doch das 33:41 hatte durchaus auch seine positive Seite „Es waren nur acht Punkte“, stellte Trainer Peter Radegast fest, „und das, obwohl wir bis dahin echt nicht gut gespielt haben.“ Sie wussten also: An diesem Abend ist was möglich, wenn sich die Derner darauf besinnen, was sie spielen wollen und können – und genau das haben sie getan. Mit einem 27:6 im dritten Abschnitt, „unserem bisher besten Viertel in dieser Saison“, wie Radegast lobte, drehte der SVD das Spiel und legte den Grundstein für den ersten Sieg. „Es war regelrecht zu spüren, wie eine Last von der Mannschaft abgefallen ist“, so Radegast.

Im Grunde waren es zwei Serien, die für die Wende sorgten. Die erste war ein 13:0-Lauf, mit dem sich der SVD vom 33:43 auf 47:43 (26. Minute) herankämpfte und leicht die Führung übernahm. Und diesen Vorsprung baute er mit einer 10:0-Serie aus: Von 47:45 setzten sich die Derner auf 57:45 (29. Minute) ab. Es war eine Phase, in der plötzlich alles passte. „Wenn es einmal läuft, dann läuft es“, freute sich Radegast über die spielerische Steigerung. Die Derner trafen nun besser als in den Spielen zuvor, sie nutzten ihre Chancen – auch an der Freiwurflinie – konsequenter, sie spielten ihre Angriffe besser aus und fanden die besser postierten Mitspieler. Diese neue Sicherheit haben sie sich hart erarbeitet – über die Defensive. Die Steigerung, die die Derner in ihrem Abwehrverhalten mit Beginn der zweiten Hälfte hinlegten, war der Ausgangspunkt für die Wende. „Wir haben überragend verteidigt“, lobte Radegast, „und zwar als gesamtes Team.“

Intensive Verteidigung Ekelig sein, so intensiv verteidigen, dass der Gegner einen schlechten Wurf nehmen muss, die Passwege blockieren – das hatten sich die Derner schon zu Saisonbeginn vorgenommen, aber bislang nie konsequent durchziehen können. Diesmal haben sie es ab dem dritten Viertel geschafft. Und auf diesem Weg nicht nur die eigene Defensive gestärkt, sondern sich auch Sicherheit für die Offensive geholt. So trug nicht nur Aaron Bowser mit 25 Punkten zum Erfolg bei, auch Kapitän Felix Fuhrmann (16) punktete endlich wieder verlässlich, auch Patrick Breuker-Kreikmann, die Leihgabe aus der „Zweiten“, trug seinen Teil mit zwölf Punkten und einer stabilen Defensive bei.

Mit einer 60:47-Führung beendete der SVD das furiose dritte Viertel, in den anschließenden zehn Minuten sollte sich an ihrer souveränität nichts mehr ändern. Mit dem ersten Sieg hat der SVD wieder Anschluss an die Teams in der unteren Tabellenhälfte gefunden. Wichtiger aber. Er hat den Glauben an die eigene Stärke zurückgefunden.

SVD: Bowser (25/3/8:8), Bode (2/2:2), Breuker-Kreikmann (12/1:0), Warkentin, Diene (4), Beckmann (11/1/2:2), Fuhrmann (16/2/4:2), Dimkovski (9/1:1), Nsiabandoki (8), Keuthen (3/1), Tolkmit, Böcker

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