Spielbericht

BG Kamp-Lindfort

SVD im Kellerduell unter Druck

Ein Sieg ist Pflicht für die Derner gegen Kamp-Lintfort. Genau zwei Worte des Trainers reichen, um die Bedeutung der nächsten Partie zu beschreiben. Der Tabellenvorletzte empfängt den Letzten – die Ausgangslage des SVD zum Heimspiel gegen die BG Kamp-Lintfort (Samstag, 19 Uhr, Brügmann-Halle, Brügmannstraße 20) fasst Peter Radegast deshalb wie folgt zusammen: „Jetzt zählt’s.“ Die Fakten zum Kellerduell in Stichpunkten. Die Ausgangslage: Der SVD und Kamp-Lintfort sind zwar direkte Tabellennachbarn, dennoch sind die Aussichten auf den weiteren Saisonverlauf unterschiedlich. Der Gast klebt schon seit geraumer Zeit am Tabellenende fest. Nach der Niederlage zum Rückrundenauftakt in Deutz hat sich die BG innerlich auf eine Abschiedstournee eingestellt. Der SVD hingegen wähnte sich bereits in besseren Gefilden, hat jedoch in den vergangenen Wochen einige Chancen ausgelassen, seine Lage zu verbessern. So steht er nun umso mehr unter Druck: Gleich vier Teams sind in der abstiegsgefährdeten Zone punktgleich. Die derzeitige Form: Der Tabellenletzte hat deutlich mehr Rückenwind, reist mit einem Erfolgserlebnis an. Am vergangenen Wochenende gewann Kamp-Lintfort sein zweites Saisonspiel mit 73:72 gegen Recklinghausen. Schon seinen ersten Sieg holte der Tabellenletzte gegen Recklinghausen – in der Hinrunde. Der SVD wartet hingegen seit einiger Zeit auf ein Erfolgserlebnis, letztmalig gingen die Dortmunder am 24. November als Sieger vom Platz (82:80 gegen Ibbenbüren). Es wird also Zeit für den nächsten Erfolg. „Es sollte jedem Spieler klar sein, welche Bedeutung dieses Spiel für uns hat“, hofft Trainer Radegast. Das Hinspiel: In Kamp-Lintfort holte der SVD die ersten Punkte in der 1. Regionalliga. Beim 90:65 überzeugten die Dortmunder vor allem in der zweiten Hälfte. Mit 27:6 und 30:18 spielten sie nach der Pause zwei überragende Viertel. „Wir haben intensiv verteidigt“, erinnert sich Radegast, „das hat uns geholfen, den Rhythmus zu finden.“ Genau so will er sein Team am Wochenende ebenfalls sehen. „Es geht nur über eine gute Verteidigung“, appelliert er an sein Team. Die weiteren Aussichten: Trotz des Sieges ist in Kamp-Lintfort nicht unbedingt Euphorie ausgebrochen. „Wir werden nun aber nicht hochnäsig nach Dortmund fahren und glauben, dort den nächsten Zweier einzufahren. Dafür sind wir immer noch zu realistisch“, schaute Trainer Tobias Liebke nach dem Sieg in der vergangenen Woche nach vorn. Beim SVD hoffen sie auf eine mögliche Signalwirkung. „Wir wollen mit diesem Spiel die Wende schaffen“, wünscht sich Radegast – und erinnert nochmal an den Hinrundenerfolg. Die personellen Voraussetzungen: Die Dortmunder müssen auf Idrissa Diene (Fußverletzung), Kevin Bode (beruflich verhindert) und Eduard Warkentin (Rückenprobleme) verzichten. Dafür ist der große Center Patrick Breuker-Kreikmann wieder dabei. Das freut Trainer Radegast besonders: „Patti hat schon im Hinspiel eine starke Leistung gezeigt“, so Radegast, „außerdem gibt er uns mit seiner Größe und seiner Präsenz die nötige Sicherheit.“ Quelle: RN

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