Spielbericht

BG Kamp-Lindfort

Fuhrmann führt SVD zum Sieg

Die Derner erfüllen ihre Pflicht im Abstiegskampf. Bei der Verabschiedung richtete SVD-Trainer Peter Radegast noch einen Wunsch an seinen Kollegen aus Kamp-Lintfort. „Schlagt noch ein paar Teams“, gab er Tobias Liebke mit auf dem Weg. Wobei er dabei wohl weniger die Zukunft der BG Kamp-Lintfort im Sinn hatte, sondern vielmehr das eigene Interesse. Die Gäste haben noch alle direkten SVD-Konkurrenten zum Gegner. Der gegnerische Trainer jedenfalls dreht sich nur kurz um und antwortete prompt und einigermaßen entschlossen: „Haben wir uns vorgenommen.“ Gut zu wissen. Ob man allerdings drauf bauen sollte? Wie weit das mit dem Vorsatz und dem tatsächlichen Ergebnis ist, hat man am Samstagabend in der Brügmann-Halle gesehen. Dass der SVD schlussendlich deutlich mit 78:57 (19:14, 17:10, 15:15, 27:18) die Oberhand behalten hatte, war alles andere als unverdient. Für die Gäste aus Kamp-Lintfort war dies gleich der nächste Rückschlag im Abstiegskampf. Für die Derner hingegen war’s schlicht überlebenswichtig. Es gab nur eine kleine Phase, in der der SVD zurücklag – und genau die nutzte er, um die Partie letztlich schon vorzuentscheiden. Aus dem 4:6 machten die Derner eine 19:6-Führung (7. Minute) und gaben damit die Richtung vor. Allerdings: Es war kein gerader Weg ins Ziel, immer wieder ließen sich die Derner für einen Moment aus dem Rhythmus bringen. „Wir haben es unnötig spannend gemacht“, beklagte deshalb auch Trainer Radegast, „da waren einige Kleinigkeiten, die nicht so gepasst haben.“ Und die führten dazu, dass die Derner Führung fünf Minuten vor Spielschluss nochmal auf acht Zähler zusammengeschrumpft war (59:51). Es hat schon Spiele gegeben, in denen eine Mannschaft, die wie der klare Sieger aussah, den Sieg noch aus der Hand gegeben hat… Dem SVD passierte das nicht. Mit einem 9:0-Lauf beseitige er die letzten Unklarheiten. Sechs dieser neun Zähler gingen auf das Konto von Felix Fuhrmann und Center Patrick Breuker-Kreikmann – zwei Aktivposten im Team des SVD. Kapitän Felix Fuhrmann übernahm erneut viel Verantwortung und war mit 24 Punkten bester Schütze beim SVD. Center Breuker-Kreikmann (18 Punkte) sorgte für die Lufthoheit der Derner. Hinzu kam einer, der offensiv zwar nicht besonders auffiel, aber in der Defensive enorm viel arbeitete: Jari Beckmann. „Er hat konzentriert gearbeitet und das Team immer wieder angetrieben“, lobte Trainer Radegast. Beckmann musste kurzzeitig verletzungsbedingt auf die Bank, weil seine Hand erneut einen Schlag abbekommen hatte, konnte nach kurzer Behandlungspause aber wieder mitwirken. Im Gegensatz zu Tresor Nsiabandoki. Der Center verletzte sich Anfang des dritten Viertels am Knie und musste verletzt aufgeben. Wie schwerwiegend seine Verletzung ist, steht noch nicht fest. SVD: Fuhrmann (24/2/8:6), Breuker-Kreikmann (18/1:0), Bowser (15/2/4:3), Böcker (8/2), Dimkovski (6), Beckmann (5/6:3), Tolkmit (2), Manderla, Diene (n.e.), Nsiabandoki Quelle: RN

Zurück