Spielbericht

BSV Wulfen

Die Vizemeisterschaft dürfte für den SVD ist seit Samstagabend passé sein. Nach der 72:86 (32:24, 14:23, 14:23, 12:16)-Niederlage im Verfolgerduell beim BSV Wulfen haben die Derner nun zwei Siege Rückstand auf die Münsterländer und zudem den schlechteren direkten Vergleich.

 

Manchmal hilft ein gewisser zeitlicher Abstand ja, das Urteil von SVD-Trainer Sebastian Mlynarski fiel aber auch ein Tag nach dem Spiel noch deutlich aus. „Die Wulfener haben völlig verdient gewonnen“, stellte er fest, „sie haben als Team gespielt, wir haben uns hingegen in zu vielen Einzelaktionen verloren.“ Dabei legte der SVD beeindruckend vor und startet mit viel Elan in dieses Spitzenspiel; mit einer 32:24-Führung beendete er das erste Viertel. In der Offensive tat sie insbesondere Jan Möhring hervor – doch genau lag auch diesmal das Problem der Derner. Mit zunehmender Spielzeit kümmerten sich die Gastgeber intensiver um den SVD-Top-Scorer, engten seine Kreise immer weiter ein und nahmen der Derner Offensive viel von ihrer Gefahr. Den größer werden Spielraum wussten die übrigen Derner nicht für sich zu nutzen. Was sich auch an der Punkteausbeute in den folgenden Vierteln ablesen lässt: 14, 14, 12 – gerade mal acht mehr als im furiosen Anfangsviertel.

Bis zur Pause (47:46 für den BSV Wulfen) hielten die Derner die Partie offen, ab Mitte des dritten Abschnitts zogen die Gastgeber langsam, aber sicher davon. In der 25. Minute waren beide Teams beim 55:55 noch gleichauf, am Ende dieses Viertel lagen die Wulfener, die in Thorben Vadder (26 Punkte) ihren besten Schützen hatten, mit 70:60 vorn. „An diesen Vorsprung der Wulfener sind wir nicht mehr herangekommen“, ärgerte sich Mlynarski, „wir haben keine Kontrolle mehr über das Spiel bekommen und keine Chance.“

Da geriet auch in den Hintergrund, dass Neuzugang Felix Fuhrmann ein durchaus gutes Debüt im Derner Trikot absolviert hatte. „Das war okay“, urteilte der Trainer über seinen neuen Aufbauspieler, der erst seit Beginn der vergangenen Woche zum SVD gestoßen war und bis zu seinem ersten Einsatz nicht allzu viele Trainingseinheiten mit seiner neuen Mannschaft absolviert hatte. Ändern konnte Fuhrmann, der es auf sechs Punkte brachte, an der Niederlage des SVD auch nichts mehr.

In der Tabelle bleiben die Derner auf dem dritten Rang. Auf vier Punkte sind die Wufener enteilt, der Vorsprung auf die weiteren Verfolger beträgt ebenfalls vier Zähler. „Der zweite Platz“, stellte Mlynarski enttäuscht fest, „der ist weg.“

SVD: Dankmeyer, Möhring (26/5/3:3), Meesmann (7/2:1), Waniek, Lages (3/4:1), Fuhrmann (6/1/4:3), Karpinski (4/2:2), Keuthen (3/1), Marchenko (16/6:6), Böcker (5/1:1), Isermann (2/4:2)

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