Spielbericht

Citybasket Recklinghausen

SVD kämpft sich zurück

Was der 92:79-Sieg des SVD gegen Recklinghausen für den Abstiegskampf bedeutet, ist unsicher. Für die Derner Stimmung ist er Gold wert. Wer in den Reihen des SVD nach ausgewiesenen Dreierschützen sucht, der landet zumindest nicht zuallererst bei Jason Tolkmit. Was schon allein daran liegt, dass Tolkmit sich wegen seiner Körpergröße von über zwei Metern nun mal eher in der Nähe des Korbs aufhält und gar nicht so oft die Chance zum Dreier bekommt. Meistens zumindest. Nicht so in dieser letzten Minute der Partie gegen Recklinghausen. Da hatte sich Tolkmit an die rechte Außenlinie abgesetzt und war dort auch ziemlich unbedrängt, als er den Ball zugespielt bekam. „Nimm ihn“, rief ihm noch einer der Mannschaftskollegen entgegen, aber wahrscheinlich hätte es dieser Aufforderung zum Wurf gar nicht bedurft. Tolkmit traf, sein Dreier brachte die 89:76-Führung des SVD. Und da noch genau 39 Sekunden zu spielen waren, brachte dieser Wurf auch die endgültige Entscheidung zugunsten der Derner. Es war der sechste Saisonerfolg. Nach langer Durststrecke verließ der SVD mal wieder als Sieger das Feld. Das 92:79 (17:23, 33:19, 22:21, 20:16) gegen die Citybaskets Recklinghausen sorgte zumindest dafür, dass die Derner ihr selbstgestecktes Ziel, sich den drittletzten Tabellenplatz wieder zurückzuholen, für den Moment erreicht hatten. Was diese Platzierung für den Kampf gegen den Abstieg bedeutet, ist aufgrund des Abstiegskampfs in der Pro B, noch nicht endgültig geklärt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er nicht reichen. Sicher ist aber, dass der Erfolg für die Derner Stimmung und das Selbstvertrauen von enormer Bedeutung war. Es kann so einfach sein. „Sobald wir schnell laufen und gut verteidigen, sind wir auch erfolgreich“, fasste SVD-Kapitän Felix Fuhrmann die unterhaltsamen und aus seiner Sicht erfreulichen 40 Spielminuten zusammen. Fuhrmann hatte mit seinen 28 Punkten einen nicht unerheblichen Anteil am Sieg, doch das Spiel gewonnen hat der SVD nicht am gegnerischen, sondern am eigenen Korb. „Wir haben eine große Intensität gezeigt, unser Kampf in der Defensive ist belohnt worden“, stellte Dernes Trainer Peter Radegast fest. Sein Team trat dem Gast aus Recklinghausen genau so gegenüber, wie es sich das (nicht nur für dieses Spiel) vorgenommen hatte: unangenehm, aggressiv. „Wir haben die Intensität hochgehalten, das hat Recklinghausen nicht gepasst“, so Radegast. Exemplarisch für diese kämpferisch starke Derner Leistung stand der Einsatz von Jason Tolkmit, Dominic Böcker und Kevin Bode. Keinen Ball gaben sie verloren, keine körperliche Auseinandersetzung scheuten sie, immer versuchten sie, noch einen Finger an den gegnerischen Wurf zu bekommen. Dieser Fleiß in der Defensive brachte den Dernern auch Sicherheit für die eigene Offensive. Nach mäßigem ersten Viertel übernahm der SVD im zweiten Abschnitt die Führung. Erstmals beim 28:27 (14. Minute), zur Pause war der Vorsprung schon auf acht Zähler angewachsen (50:42). Letztmalig eng war es Mitte des dritten Viertels (57:55, 24.), danach erkämpften sich die Derner ihren Vorsprung wieder zurück. Eingangs des letzten Viertels betrug der neun Punkte (72:63), bedrohlich geringer wurde er nicht mehr. SVD: Fuhrmann (28/1/15:11), Bowser (17/2/4:3), Böcker (11/1), Diene (10/1/2:1), Bode (8), Beckmann (8/2:2), Tolkmit (8/1/2:1), Breuker (2), Warkentin, Manderla, Dimkovski Quelle: RN

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