Spielbericht

Hertener Löwen

Der SVD muss Lehrgeld zahlen

Derner sind gegen das Spitzenteam aus Herten chancenlos.

Hertener Löwen - SVD 89:64 (31:12, 31:16, 14:9, 13:27)

Die 1. Regionalliga ist eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Ein kleines Grüppchen von Teams mit Aufstiegsambitionen, ein breites Mittelfeld und ein paar Mannschaften, die um den Ligaverbleib kämpfen. Wie groß die Spanne zwischen oben und unten sein kann, hat der SVD bei seinem Auswärtsspiel in Herten gesehen – insbesondere in der ersten Hälfte. Mit einem 28:62-Rückstand gingen die Derner nach 20 Minuten in die Kabine, so deutlich haben sie lange nicht mehr in einem Pflichtspiel zur Pause zurückgelegen.

„Die Hertener haben so ziemlich alles getroffen“, stellte SVD-Trainer Peter Radegast fest, „die waren einfach übermächtig.“ Wie beispielsweise der Amerikaner Ryon Howard. 23 Punkte erzielte er insgesamt, deren 21 in der ersten Hälfte. Der SVD hingegen war der Übermacht der Hertener nicht gewachsen. „Zwischenzeitlich haben wir die Köpfe hängen lassen“, monierte Radegast und meinte dabei insbesondere Phasen im zweiten Viertel.

Dass es nach der Pause nicht mehr so einseitig weiterging, lag zum einen an der etwas lauteren Halbzeitansprache des Trainers, zum anderen an der Tatsache, dass Herten nun viel mehr wechselte und vermehrt die zweite Reihe aufs Feld schickte. Dennoch: „Wir haben im dritten und vierten Viertel intensiver verteidigt, das war besser“, stellt Radegast fest. Insbesondere im letzten Abschnitt konnte sein Team auf diese Weise immerhin noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

„Herten ist kein Maßstab für uns“, ordnete Trainer Radegast die 40 Minuten ein. Für sein Team gelte es, das Spiel schnell abzuhaken und auf die nächsten Aufgaben zu schauen. Beispielsweise auf die am kommenden Samstag, wenn der SVD den Gast aus Salzkotten empfängt. Der ist – wie die Derner – derzeit noch ohne Sieg.

SVD: Bowser (15/2/4:3), Bode (6), Beckmann (7/4:3), Fuhrmann (6/5:4), Dimkovski (7/1), Nsiabandoki (6), Keuthen (2), Tolkmit (15/3), Böcker

Zurück