Spielbericht

Hertener Löwen

Zum Löwenbändiger reicht es nicht

Mit personellen Problemen gegen ein Top-Team – die Voraussetzungen waren für den SVD gegen die Löwen aus Herten alles andere als optimal. Doch untergegangen sind die Derner nicht. Felix Fuhrmann auf der Aufbauposition, Tresor Nsiabandoki unter dem Korb, daneben Patrick Breuker-Kreikmann als zweiter Großer. Auf den Flügeln Kevin Bode und Eduard Warkentin – wäre sicher ein ganz schlagkräftiges Trüppchen gewesen. Doch aufs Feld schicken konnte SVD-Trainer Peter Radegast das Quintett am Samstagabend nicht. Es stand gegen die Hertener Löwen nun mal aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zur Verfügung. Insofern war die 65:82 (16:20, 16:30, 10:14, 23:18)-Niederlage gegen den Tabellendritten eine erwartbare wie vertretbare. Zu Beginn des zweiten Viertels zog der Gast aus Herten davon und rückte damit die Kräfteverhältnisse zurecht. Beide Teams hatten etwas fahrig begonnen, weshalb es der SVD in den ersten zehn Minuten noch schaffte, mitzuhalten. Doch beim Stande von 22:24 (12. Minute) drehte Herten etwas auf, verpasste dem SVD einen 0:12-Lauf und hielt fortan einen beruhigenden Vorsprung. „Wir haben diesmal keine Angst vorm Gegner gehabt“, lobte Radegast sein Team und stellte fest: „Insgesamt haben wir uns gut verkauft.“ Auf 18 Punkte war Herten zur Pause weggezogen (50:32), nach dem Ende der gesamten 40 Minuten stand ein Gästeerfolg mit 17 Zählern zu Buche. „Wir hatten uns in der Pause vorgenommen, die zweite Hälfte für uns zu entscheiden“, berichtete Radegast, „das haben wir geschafft.“ Natürlich wusste er auch, dass es die Hertener im dritten und vierten Abschnitt etwas gemächlicher angegangen waren. Immerhin schickten sie für die letzten knapp vier Minuten nochmal ihren Besten, Ryon Howard, aufs Feld. Um ganz sicher zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt war der SVD bis auf 60:73 herangekommen. Ob der SVD mit größerem Aufgebot deutlich mehr hätte herausholen können, ist Spekulation. Sicher ist hingegen, dass manch ein Derner gegen Herten die größere Spielzeit für sich zu nutzen wusste. Allen voran Dominic Böcker. Ziemlich genau 30 Minuten stand er auf dem Feld, mit zwölf Punkten beendete er die Partie. Übertroffen wurde er nur vom Idrissa Diene, der mit 13 Punkten diesmal Dernes bester Schütze war. Er tat mit seinen zwei Dreiern im letzten Viertel immerhin noch ein bisschen etwas für die ansonsten eher magere Derner Bilanz aus der Distanz. Bei 23 Versuchen des SVD standen nur ganze vier Treffer zu Buche – macht überschaubare 17,4 Prozent. Zum Vergleich: Die Gäste aus Herten brachten es auf 40 Prozent aus der Distanz (25 Versuche, zehn Treffer). Nicht der einzige Unterschied zwischen beiden Teams an diesem Abend. SVD: Bowser (12/2/2:2), Plümpe (2), Manderla (4), Diene (13/2/6:5), Beckmann (10/2:0), Dimkovski (10/2:2), Tolkmit (2), Böcker (12) Quelle: RN

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