Spielbericht

SC Fast-Break Leverkusen

Couragiert, aber ohne Glück

Der SVD verliert sein erstes Heimspiel nach Verlängerung.
Bitterer hätte der Heimauftakt des SVD kaum verlaufen können. Mit 90:91 nach Verlängerung verloren die Derner gegen Fast Break Leverkusen. Eine couragierte Leistung blieb unbelohnt.

SVD – Fast Break Leverkusen 90:91 (23:25, 20;15, 23:16, 15:25, 9:10) – 81:81 hatte es nach den ersten 40 Minuten gestanden, in der Extrazeit hatte sich Leverkusen gleich zu Beginn einen Vorsprung erspielt, den der Gast bis zum Schluss verteidigte. Ausgerechnet der in der Schlussphase starke Aaron Bowser vergab die letzte Chance. „Wir haben heute Lehrgeld bezahlt“, ärgerte sich Trainer Peter Radegast, „die Niederlage war komplett unnötig.“

Der SVD hatte eindrucksvoll losgelegt: Darko Dimkovski und Bowser trafen in den ersten beiden Angriffen per Dreier – so hätte es weitergehen können. Ging es zwar nicht, aber schnell wurde dennoch klar, wie der SVD sich vorstellte, dieses Spiel zu gestalten: mit Würfen aus der Distanz und variablem, schnellem Positionsspiel. Ebenso schnell deutlich wurde aber auch, wie die Gäste aus Leverkusen zum Erfolg kommen wollten. Sie setzten auf physische Präsenz und setzten immer wieder ihre großen Jungs unter dem Korb ein. Und so erarbeitete sich der Gast langsam leichte Vorteile.

Das erste Viertel gewann Leverkusen mit 25:23, als sich der SVD mit Beginn des zweiten Viertels eine Schwächephase erlaubte und knappe sechs Minuten lang nicht traf, zogen sie auf 30:23 (15.) davon. Doch der SVD kämpfte sich zurück – vor allem mit einer engagierten Defensive. Dort waren es immer wieder Dimkovski und vor allem Tresor Nsiabandoki, die ihren Gegenspielern die Bälle wegfischten und auch wieder vorne trafen: Dimkovski erzielte 13 Punkte in der ersten Hälfte, Nsiabandoki zwölf.

Mit einer 43:40-Führung ging der SVD in die Pause, die er im dritten Viertel auf teilweise zwölf Punkte ausbaute. Es war das mit Abstand beste Viertel des SVD. Den Leverkusenern war anzumerken, dass sie das Spiel zunehmend forderte, sie in den kleinen Zweikämpfen, in die die Derne sie zwang, mitunter Kraft und Konzentration auf der Strecke blieben. Die Folge: Eine halbe Minute vor Ende des dritten Abschnitts führte der SVD mit 66:54.

Doch es war bezeichnend, dass sich kein Team lange über einen Vorsprung freuen konnte. „Wir haben in der Offensive zu viele Fehler gemacht“, ärgerte sich Trainer Radegast.

Über fünf Minuten traf sein Team den Korb nicht und handelte sich eine 0:12-Serie ein. Gerade als Leverkusen zum 66:66 ausgeglichen hatte, beendete Aaron Bowser mit einem Dreier die Misere.

Aaron Bowser war es auch, der den SVD in der Schlussphase anführte. Doch seine elf Punkte reichten nicht zum Sieg.

SVD: Bowser (30), Bode, Warkentin (2), Diene (2), Beckmann (13), Fuhrmann (9), Dimkovski (19), Nsiabandoki (12), Keuthen (3), Tolkmit, Böcker

Zurück