Spielbericht

SV Hagen-Haspe

Der SVD hofft auf das Ende der Auswärtsserie

Sobald der SVD die Brügmann-Halle verlässt, ist er die Hälfte wert. Das sollte er schleunigst ändern, denn mit Haspe am Samstag und – in zwei Wochen – Deutz stehen vorentscheidende Spiele an. Beide auswärts. Der 20. Oktober des vergangenen Jahres war ein bislang besonderer Tag in der jüngeren Regionalligageschichte des SVD. Es müsste allerdings im dringenden Interesse der Derner liegen, dass dieser Tag so schnell wie möglich seine Einzigartigkeit verliert. Der 20. Oktober 2018 war der Tag, an dem der SVD von einer Auswärtsfahrt in der 1. Regionalliga mit zwei Punkten im Gepäck zurückkam. 90:65 gewann er damals in Kamp-Lintfort. Alle anderen Versuche, in der Fremde zu punkten, schlugen fehl. Neun Spiele auswärts, ein Sieg bislang. Am Samstag startet der SVD in Haspe einen neuen Anlauf (19 Uhr, Rundsporthalle Haspe, Kölner Straße 50). Im Hinspiel hat er sich gegen die Hagener durchgesetzt, der 78:74-Heimsieg gab Auftrieb im Kampf um den Klassenverbleib. Und genau so soll es diesmal wieder sein – das wünscht sich zumindest SVD-Trainer Peter Radegast. Wenngleich ihm die Auswärtsschwäche seiner Mannschaft auch ein Rätsel ist. „Wenn wir wüssten, woran das liegt, hätten wir es schon geändert“, sagt er. Die Voraussetzungen, die Bilanz diesmal ein bisschen aufzubessern, sind jedenfalls so schlecht nicht. „Haspe ist uns körperlich nicht überlegen“, stellt Radegast heraus, „wir fahren keinesfalls chancenlos dahin.“ Die Hagener sind Tabellennachbarn des SVD, haben aber sechs Punkte mehr auf dem Konto und müssen sich eigentlich keine ernsthaften Gedanken mehr um eine mögliche Abstiegsgefahr machen. „Wir müssen die Intensität, die wir in der Vorwoche beim Sieg gegen Kamp-Lintfort gezeigt haben, mitnehmen“, wünscht sich Radegast. Das bedeutet in diesem Fall, die guten Hasper Schützen von außen unter Kontrolle zu bekommen. „Da müssen wir aggressiv sein und dürfen ihnen nicht zu viel Platz geben“, merkt der SVD-Trainer an. Radegast kann nach Stand der Dinge auf einen fast kompletten Kader zurückgreifen. Einziges Sorgenkind ist Tresor Nsiabandoki. Der Center musste in der Vorwoche das Spiel wegen einer Knieverletzung vorzeitig beenden, nach einem MRT in dieser Woche lässt sich über die Schwere der Verletzung immer noch nichts Genaues sagen. Es scheint nicht ganz unwahrscheinlich, dass Nsiabandoki gegen seinen ehemaligen Verein nicht zum Einsatz kommen wird. Ihre Verletzungen überstanden haben Jari Beckmann (der zwar die Woche über nicht trainierte), Idrissa Diene und Eduard Warkentin. Quelle: RN

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