Spielbericht

SV Hagen-Haspe

Derner fühlen sich um den Sieg gebracht

Der SVD muss sich gegen Haspe nach Verlängerung geschlagen geben. Dernes Trainer Peter Radegast hadert dabei mit zwei Schiedsrichterentscheidungen, die den SVD erst in die Extra-Spielzeit zwingen. Nach Verlängerung zu verlieren, ist schon ärgerlich genug. Doch darüber konnte sich SVD-Trainer Peter Radegast nach dem 102:112 (24:25, 25:23, 13:22, 32:24, 8:18) beim SV Haspe schon gar nicht mehr aufregen. Es waren vielmehr die zwei Situationen, die zu dieser Extrazeit geführt hatten, die ihn auch einen Tag später noch mächtig aufwühlten. „Wenn man auf diese Art und Weise ein Spiel verliert, ist das frustrierend“, stellte Radegast enttäuscht fest. Im Zentrum seiner Kritik standen die letzten beiden Entscheidungen der Unparteiischen. Oder besser: die letzte Entscheidung und anschließend die allerletzte – die allerdings ausblieb. Keine gleichen Maßstäbe Es begann mit zwei Freiwürfen für Haspe, vier Sekunden vor dem Ende und bei einer 94:92-Führung für den SVD. Die Unparteiischen hatten ein Foul an Haspes Center Vytautas Nedzinskas gesehen – und sie mussten schon sehr genau hingeschaut haben, um eines zu erkennen. Haspe nahm es an, verwandelte beide Freiwürfe und glich zum 94:94 aus. Arg unglücklich für die Derner, dass die Schiedsrichter bei der Situation wenige Momente später nicht mehr ganz so strenge Maßstäbe ansetzten. Als Aaron Bowser mit der letzten Aktion des Spiels, eine knappe Sekunde vor dem Ende, einen Wurf nahm, wurde er beim Hochspringen von hinten gestört. Regelwidrig, wie die Derner meinten. Mit dieser Einschätzung waren sie nicht ganz allein. Half aber nichts, diesmal blieb der Foulpfiff der Schiedsrichter aus. Statt zweier Freiwürfe (von denen Bowser mit seiner 92,9-prozentigen Freiwurfquote an diesem Abend wohl mindestens einen gesetzt hätte) und möglichen Sieg folgte die Verlängerung. „Da lag ein eindeutiger Kontakt vor“, echauffierte sich Radegast, „das hätten Freiwürfe sein müssen.“ Doch alle Proteste halfen nichts, es ging in die Verlängerung. Die anschließenden fünf Minuten Extrazeit verliefen hingegen weniger spannend. Bis zum 98:99 hielt der SVD mit, als Haspe hingegen nach der Hälfte der Spielzeit auf 104:98 weggezogen war, war die Entscheidung gefallen. „In der Verlängerung war unser Akku leer, da war Haspe einfach besser“, gab Radegast zu. Kein Happy End Seine Mannschaft war selten so nah dran am zweiten Auswärtssieg. Unter der Führung eines sehr starken Aaron Bowser (33 Punkte) und eines ebenso guten Darko Dimkovski (27 Punkte. „Er hat sein bislang bestes Spiel bei uns gemacht“, lobte der Trainer) übernahm der SVD zu Beginn die Führung und ließ sich auch nach schwächeren Phasen nicht abschütteln. In der Schlussphase holten die Derner einen Neun-Punkte-Rückstand auf. Als Aaron Bowser sechs Sekunden vor dem Schluss zum 94:92 traf, sah alles nach einem Happy End aus. Doch es sollte anders kommen. SVD: Bowser (33/4/14:13), Dimkovski (27/2/4:3), Fuhrmann (10/4:4), Beckmann (9/1/2:2), Tolkmit (8), Breuker-Kreikmann (8/4:2), Böcker (7/1/2:2), Bode, Diene, Manderla (n.e.) Quelle: RN

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